Als mein Sohn vor knapp einer Woche völlig überdreht von der Schule nach Hause kam und enthusiastisch davon zu erzählen begann, dass bei ihnen in diesem Jahr eine Sprachreise nach Frankreich am Schulausflugsprogramm stünde, musste ich ihn erst einmal von seiner Begeisterung herunterholen.
Seinen Ausführungen zufolge würde diese Sprachreise nämlich nur dazu dienen, die luxuriösen Villen, Yachten und Anwesen an der Cote d’Azur zu besichtigen. Natürlich, so meinte er, werde auch zum Baden genug Zeit bleiben. In einem langen Gespräch versuchte ich ihm dann zu erklären, was der eigentliche Sinn einer Sprachreise ins Ausland ist. Anscheinend hatte er nämlich noch nicht begriffen, dass er im Rahmen dieser Reise nicht zum Spaß in Südfrankreich sein werde, sondern in erster Linie dazu, um seine Französischkenntnisse zu verbessern.
Das Rahmenprogramm von dem er schwärmte, gehört natürlich zu so einer Reise dazu, allerdings steht es mit Sicherheit nicht im Vordergrund. Im Rahmen einer Sprachreise sollte man die einmalige Gelegenheit Besonderheiten und Eigenheiten einer Fremdsprache unmittelbar gelehrt zu bekommen nutzen und sich auch darauf konzentrieren. Nach geleisteter Überzeugungsarbeit legte er schließlich die richtige Einstellung zu dieser Reise an den Tag.